
Wolfgang Sandner
Odyssea Sonorum, Christof Lauers solistische Klangreise in die mythischen Regionen seines Tenor- wie Sopransaxophons, lässt sich umstandslos in die legendären Alleingänge von Keith Jarrett und Barre Phillips einreihen.
Claus Dick / LowBeats
Er zählt schon länger zu den Großen in punkto virtuoser Schlagwerkarbeit. Der Top-Schlagzeuger Nathan Ott inszeniert mit seinem Quartett ein vielschichtig-kluges und mitreißendes Jazz-Happening. Die Klangmeister vom Ludwigsburger Studio Bauer hieven „An:Bruch“ in den audiophilen Olymp – dank fantastischer Transparenz, immenser Fein- wie Grobdynamik sowie viel Druck und Drive und alles perfekt auf den Punkt. Das Ergebnis ist schlichtweg umwerfend. Chapeau.

Manfred Krug / Vinyl Fan
Wenn Christof Lauer seinen Saxofonen (Tenor, Sopran) die aberwitzigsten wie Klangfarben-reichen Töne entlockt, dann lauscht man fasziniert. Mit diesen aussergewöhnlichen Aufnahmen in der Alten Nikolaikirche Frankfurt (2025) erleben wir einen arrivierten Jazzmusiker, der in der Lage ist, selbst bei weitgehend freien Momenten seiner Musik stets in Gleichgewicht zu halten und alles wieder in geordnete Bahnen zu lenken. Diese Solo-Einspielung zeigt diesen Künstler in Höchstform – grandios!
Berliner Tagesspiegel
Wenn Musik die Kunst des Beugens von Zeit ist, ist der Berliner Schlagzeuger Nathan Ott ein Zeitdehner. Denn manchmal ist es in seiner Musik so, als könne man den Raum zwischen zwei Schlägen betreten, sich umschauen, die Texturen betrachten. Derart ist die Ruhe, die von seinem Spiel ausgeht. Harte Brüche sucht der Bandleader eher an den Grenzen von Disziplinen.

Guenter Hottmann / PdSK
Eine Explosion der Klangschattierungen – Christof Lauer formt sie, bringt sie in eine extravagante Ordnung. Lauers Saxofone, Tenor und Sopran, dampfen und schwitzen, weinen und jubilieren. In seiner Behausung, der Alten Nikolaikirche in Frankfurt, lässt er die Klanggewitter der Hörner einschlagen. Der bislang so oft orchestral agierende Lauer, im Jazz-Ensemble des hr, lange in der NDR Bigband, ist hier allein, ausgestattet mit stupender Technik. Und auch als Solist ist er ein phänomenaler Stilist und nuancenreicher Klangmaler: sprachmächtig wie kaum ein anderer Saxofonist in Hör-Nähe.
Wolfgang Sandner / FAZ
Jeder Musiker muss wohl seine Antenne permanent in die Richtung der anderen drei ausgerichtet haben, um auf die leiseste Klangnuance in diesen unausöslichen Mixturen aus kompositorischen und improvisatorischen Teilen reagieren zu können. Zugleich arbeiteten alle beharrlich an ihren autarken Parts für das Werk als Ganzes. Was entstand, war ein phantastisches Geflecht kontrapunktischer Linien, die bisweilen unausweichlich auf Stimmführungsdissonanzen zusteuerten: eine mächtige Polyphonie voller Reibungen, homophoner Sätze, wunderlicher Zusammenklänge und doch stets hörbar musikalischer Logik verpflichtet. Wie bei Bach. Nur eben im Jazz-Idiom.

Hans-Jürgen Schaal / Fidelity
Bei einem wie Christof Lauer ist ein Soloalbum ein besonderes und bemerkenswertes Ereignis. Obwohl die Improvisationen ohne festen Rhythmus oder klare Form auskommen, lauscht man ihnen völlig gebannt. Ein kleines Wunder!
Lothar Brandt / Mint
Continuum setzt die lange Reihe exzellenter Direct-To-Two-Track-Produktionen der Bauer Studios in Ludwigsburg fort. Audiophile Hörer merken sofort auf, wenn die Bauer Studios beziehungsweise einer ihrer Tonmeister im Spiel sind. Auch Continuum zeichnet und mischt Johannes Wohlleben direkt auf die zwei Spuren der hauseigenen Studer-Band-maschine auf, ähnlich wie bei den legendären Studio-Konzerten. Martin Ruch mastert in Berlin, wo Sidney Claire Meyer die Lackfolien schneidet. Zwangsläufig ist das klangliche Ergebnis sensationell: herrlich direkt, ohne aufdringlich zu wirken, dynamisch und griffig. Das ist kein belangloser Wohlfühljazz, sondern zum Teil fordernde, aber sowohl harmonisch als auch rhythmisch spannende Musik.

Ulrich Habersetzer / Bayrischer Rundfunk
Wie logisch und klar diese Improvisationen aufgebaut sind – wie ein klassisches Stück. Aber es ist alles aus dem Moment improvisiert. Für mich ist dieses Album wirklich ein Meisterwerk!
Mia Lada-Klein / Sounds & Books
Nathan Otts Musik umhüllt, trägt und beruhigt. Sie lässt einen in eine Klangwelt eintauchen, die ohne Worte auskommt und allein durch Töne ihre Magie entfaltet.

Reinhold Unger / JazzPodium
Auf ODYSSEA SONORUM ist die Reise selbst das Ziel: Man kann sich von Station zu Station tragen lassen, von fantasiebeflügelten Höhenflügen über Momente der Sammlung und des Innehaltens zu neuen Aufbrüchen. Der Schlüsselbegriff für dieses Solo-Recital ist Hingabe. Mal ehrlich: Hat man Lauer je weniger als alles geben gehört, sei es in seinen eigenen Formationen, oder wenn als Sideman das Solo-Spotlight auf ihn fiel? Ganz allein mit seinem Horn macht er es nicht anders.



