Stefan Michalzik / FAZ

Zu den hörenswertesten jüngeren, explizit kammermusikalischen Ensembles im europäischen Jazz gehört das Quartett um den in Berlin lebenden Schlagzeuger Nathan Ott. Seine Musik ist faszinierend unorthodox und zeitgenössisch, dabei durchaus einer Tradition verhaftet. Bemerkenswert, wie atmosphärisch dicht die Bögen gespannt werden.

Wolfgang Sandner / FAZ

Jeder Musiker muss wohl seine Antenne permanent in die Richtung der anderen drei ausgerichtet haben, um auf die leiseste Klangnuance in diesen unausöslichen Mixturen aus kompositorischen und improvisatorischen Teilen reagieren zu können. Zugleich arbeiteten alle beharrlich an ihren autarken Parts für das Werk als Ganzes. Was entstand, war ein phantastisches Geflecht kontrapunktischer Linien, die bisweilen unausweichlich auf Stimmführungsdissonanzen zusteuerten: eine mächtige Polyphonie voller Reibungen, homophoner Sätze, wunderlicher Zusammenklänge und doch stets hörbar musikalischer Logik verpflichtet. Wie bei Bach. Nur eben im Jazz-Idiom.

Claus Dick / LowBeats

Er zählt schon länger zu den Großen in punkto virtuoser Schlagwerkarbeit. Der Top-Schlagzeuger Nathan Ott inszeniert mit seinem Quartett ein vielschichtig-kluges und mitreißendes Jazz-Happening. Die Klangmeister vom Ludwigsburger Studio Bauer hieven „An:Bruch“ in den audiophilen Olymp – dank fantastischer Transparenz, immenser Fein- wie Grobdynamik sowie viel Druck und Drive und alles perfekt auf den Punkt. Das Ergebnis ist schlichtweg umwerfend. Chapeau.

Mia Lada-Klein /
Sounds & Books

Nathan Otts Musik umhüllt, trägt und beruhigt. Sie lässt einen in eine Klangwelt eintauchen, die ohne Worte auskommt und allein durch Töne ihre Magie entfaltet.

Jacek Brun / Jazz Fun

Eine Musik von großer Freiheit und Schönheit, die uns teilhaben lässt an der Welt des flüchtigen Augenblicks, am Wechselspiel zwischen dem, was man aufzeichnen kann, und dem, was Virtuosen aus dem Moment herausholen. Eine meisterhafte Darbietung. Sorgfältig arrangierte und durchdachte Musik, in der es weder in den Soloparts der Interpreten noch im Ensemble an Improvisationen mangelt. Und obwohl es sich zweifellos um Jazz handelt, ist es eine Musik, die sich klar von Klischees löst und mutig stilistische Grenzen überschreitet, die sich nur schwer definieren und einordnen lässt. Ein grandioses Album, wir sind begeistert!

Thomas Mau / WDR3

Kein Ton ist hier zu viel, alles ist auf das Nötigste beschränkt – aber das mit einer Intensität, die ihresgleichen sucht!

Claus Dick / AudioMusik

Was für ein Zusammentreffen: Der Drummer, Dozent und Komponist Nathan Ott, der Sopran- und Tenorsaxofonist Sebastian Gille, seines Zeichens SWR-Preisträger und Otts Musikkumpel aus Hamburger Studienzeiten. Dazu Christof Lauer, ein Kind der Frankfurter Jazzschule, ebenfalls virtuos am Saxofon, sowie der dänische Bassist Jonas Westergaard. Die Musiker spielen herrlich unorthodox, im Zentrum stehen Becken und Fell. Das hat Flow, das überrascht und verschmilzt das Arrangement der vier Instrumente – lebendig! Die Klangmeister der Bauer Studios heben „Continuum“ in die höchste Klangkategorie dank bravouröser Auflösung und Feindynamik

Lothar Brandt / Mint

Continuum setzt die lange Reihe exzellenter Direct-To-Two-Track-Produktionen der Bauer Studios in Ludwigsburg fort. Audiophile Hörer merken sofort auf, wenn die Bauer Studios beziehungsweise einer ihrer Tonmeister im Spiel sind. Auch Continuum zeichnet und mischt Johannes Wohlleben direkt auf die zwei Spuren der hauseigenen Studer-Band-maschine auf, ähnlich wie bei den legendären Studio-Konzerten. Martin Ruch mastert in Berlin, wo Sidney Claire Meyer die Lackfolien schneidet. Zwangsläufig ist das klangliche Ergebnis sensationell: herrlich direkt, ohne aufdringlich zu wirken, dynamisch und griffig. Das ist kein belangloser Wohlfühljazz, sondern zum Teil fordernde, aber sowohl harmonisch als auch rhythmisch spannende Musik.

Rüdiger Schwarz / Gäubote

Dieser vom Nathan Ott Quartett fast schon kammermusikalisch zelebrierte Jazz ist keine leichte Kost, der man sich mal so ganz nebenbei überlassen kann. Diese Musik fordert einen heraus, lässt einen nach- und aufhören, ihre Intensität hat fast schon etwas Verstörendes an sich. Das überrascht einen, wo man eigentlich dachte, dass einen nichts mehr überrascht. So frei geknüpft diese musikalischen Gewebe einem auch scheinen mögen, so sind sie doch zugleich mit einer beträchtlichen, präzisen Strenge geflochten. Dieser Grenzgang geht auf. Wie gesagt: keine leichte, aber für alle, die sich darauf einlassen, eine zwar fordernde, aber sehr lohnenende Kost, kitschfrei, fernab der Standards.

Mia Lada-Klein /
Sounds & Books

Nathan Ott ist ein Musiker, der sein Instrument nicht nur spielt, sondern in seiner Essenz erforscht. Auf seinem Album „Continuum“ steht das Schlagzeug im Mittelpunkt, ohne sich dabei in einer bloßen Demonstration technischer Fertigkeiten zu verlieren. Gemeinsam mit seinem Quartett bestehend aus Sebastian Gille (Saxophon, Klarinette), Christof Lauer (Saxophon) und Jonas Westergaard (Kontrabass) – schafft Nathan Ott ein Werk, das sich fernab herkömmlicher Strukturen bewegt und dennoch eine klare kompositorische Handschrift trägt.